Einblicke

 

Pressemitteilungen über Qualifizierung

 

Pressemitteilung vom 09.07.2021; Business Insider

„Führungskräfte vergessen oft, dass ihre Mitarbeiter auch im Unternehmen noch Menschen sind“: Darum sind Veränderungen in Unternehmen so schwierig

Weiterlesen>

Braunschweiger Zeitung

Pressemitteilung vom 24.05.2021; Braunschweiger Zeitung

Mitarbeiter werden zu VeränderungsMacher/Innen

Weiterlesen>

Pressemitteilung vom 01.09.2020; Automotive Agentur Niedersachsen

Digitale Weiterbildung: „VeränderungsMacher*innen” gesucht

Weiterlesen>

 

VeränderungsMacher*innen-Blog – Einblicke in die Qualifizierungsmaßnahme 2020/21

 
 

Modul 1: Veränderungsprozesse gestalten

 

Im November 2020 startete das Projekt VeränderungsMacher*in – eine Qualifizierungsmaßnahme zum/zur MultiplikatorIn für die Transformation mit 16 Beschäftigten aus sieben klein- und mittelständischen Unternehmen aus Niedersachsen.

Das erste Modul fokussierte Treiber und Widerstände der Transformation: Wie kann Veränderungsbereitschaft gesteigert werden? Wer ist von einer Veränderung betroffen? Welche Rolle spielt Feedback im Transformationsprozess?

Drei Tage lang erarbeiteten die Teilnehmenden Strategien, um Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten und KollegInnen durch die Transformation zu führen.

Den Auftakt der digitalen Veranstaltung machte Prof. Dr. Simone Kauffeld, Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie an der Technischen Universität Braunschweig und gemeinsam mit der Demographieagentur für die Wirtschaft GmbH Initiatorin des „VeränderungsmacherIn“. In einem spannenden Vortrag zeigte sie die Auswirkungen von Megatrends auf und machte eindrücklich das Ziel der geförderten Maßnahme deutlich: „Wir möchten Sie befähigen über ihre Projekt und den Input, den Sie in der Weiterbildung bekommen, die Organisation in Bewegung zu setzen.“

Die Teilnehmenden sind sich einig: Der/die ideale VeränderungsMacher*in begeistert für Veränderungen durch seine /ihre Authentizität, gibt Kolleg*innen Sicherheit und motiviert zur Initiative! Um selbst VeränderungsMacher*in zu werden, erarbeiteten die Teilnehmenden im Rahmen des ersten Moduls Methoden zur Kommunikation, Motivation und zum Umgang mit Widerstand in Transformationsprozessen.

Ich trete jetzt selbstbewusster auf und habe Möglichkeiten, Veränderungswünsche von Mitarbeitern und Kollegen so zu analysieren
und besser umzusetzen. Das kommt dann allen ganz gelegen, um auch zu bewerten, ob die Veränderung Sinn macht.

Einzigartig am Projekt VeränderungsMacher ist dabei, dass stets die Praxisprojekte der Teilnehmenden im Fokus stehen. Dabei handelt es sich um konkrete Veränderungen in den jeweiligen Unternehmen, die die VeränderungsMacher*innen voranbringen. So sollen beispielsweise Just-in-Time-Logistik ermöglicht und digitale Kommunikation gestärkt werden. Bereits im ersten Modul planten die Teilnehmenden erste Schritte in ihren Veränderungsprojekten und profitierten vom regen Austausch.

Ein überaus gelungener Start in die Qualifizierungsmaßnahme aus dem Strategiedialog Automobilwirtschaft in Niedersachsen.

 

Modul 2: Look & Feel

 

Das zweite Modul des Projekts VeränderungsMacher – eine Qualifizierungsmaßnahme zum/zur MultiplikatorIn für die Transformation fand im Dezember 2020 statt.

Unter dem Motto „Neue Technologien erlebbar machen“ ermöglichten das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) und das Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) den Teilnehmenden Einblicke in die Wissenschaft und in die Entwicklung neuer Technologien: Wie verändert die digitale Transformation die Automobilindustrie? Was verbirgt sich hinter der Industrie 4.0? Wie unterstützen Ökobilanzierungen nachhaltige Wirtschaft?

Am ersten Veranstaltungstag führten Prof. Thomas Vietor, Leiter des Instituts für Konstruktionstechnik an der Technischen Universität Braunschweig, und Prof. Markus Henke, Leiter des Instituts für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen in aktuelle Forschungsthemen des Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik ein. Im Fokus standen hierbei Themen wie die Elektrifizierung und Automatisierung in der Mobilitätswirtschaft, sowie die Frage, welche Chancen und Risiken sich durch die neuen Technologien für Unternehmen ergeben.

Am darauffolgenden Tag beleuchteten Mitarbeitende des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der Technischen Universität Braunschweig die Forschung im Bereich Nachhaltige Produktion & Life Cycle Engineering. In Kurzvorträgen führten sie die Teilnehmenden in Cyber-Physische Produktionssysteme ein, zeigten die Rolle von Data Mining in der Produktion anhand praktischer Übungen auf und diskutierten die Möglichkeiten von Ökobilanzierungen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Foto-Modul-2.jpg

Die Teilnehmenden sind überzeugt, das Neugelernte in ihre eigenen Veränderungsprojekte einbeziehen zu können. Denn auch in diesem Modul wurde deutlich: Nur durch das Einbringen neuer Technologien in den Arbeitsalltag kann die digitale Transformation erfolgreich begleitet werden. E-Mobilität, Lean Manufacturing, Energie-Transparenz und Just-in-Time-Logistik sind bedeutsame Konzepte in einer sich transformierenden Welt!

Mit dem zweiten Modul kommen die Teilnehmenden ihrem Ziel einen weiteren Schritt näher: Als aktive VeränderungsMacher*innen die Bewältigung der digitalen Transformation unterstützen!

 

Modul 3: Von der Vision zu Innovation

 

Mit „Kreativen Methoden als Navigationshilfe“ beschäftigte sich das dritte Modul des Projekts VeränderungsMacher im Januar 2021.

Wie wird eine Vision zur Innovation? Ideen zu haben ist nur der erste Schritt. Wer Veränderung bewirken möchte, muss auch umsetzen!

Während die bisherigen Module die Veränderungsbereitschaft und die Expertise fokussierten, stand in diesem Modul die Verwirklichung von Vorstellungen im Zentrum. Unter der Anleitung von erfahrenen TrainerInnen der 4A-SIDE GmbH lernten die Teilnehmenden die Prinzipien des Design Thinkings anhand praktischer Übungen kennen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Folie2-1-1024x366.jpg

Um die Methoden des Design Thinkings im virtuellen Raum umzusetzen, lernten die Teilnehmenden interaktiv das Online-Whiteboard „Miro“ kennen und nutzten es zur Weiterentwicklung ihrer Projekte. Dabei entstanden übersichtliche Diagramme zur Präsentation der Ergebnisse im Unternehmen.

Das digitale Whiteboard war für mich leicht verständlich, obwohl ich nicht so
viel Erfahrung mit Digitalem habe. Das Tool bietet viel mehr Möglichkeiten als bekannte Textprogramme.
Wir konnten im Team alle gleichzeitig Ideen auf Stickern sammeln, Bildchen hinzufügen, und an verschiedenen Stellen
arbeiten! Das hat Spaß gemacht und wir konnten das Design Thinking gut anwenden.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Folie3-1024x269.jpg

Während der drei Modultage entwarfen die angehenden VeränderungsMacher*innen mithilfe kreativer Methoden ausgefeilte Nutzerreise Sie luden ExpertInnen für ihre konkreten Visionen ein – nämlich die Nutzenden selbst – und konkretisierten darüber ihre Projekte.

Welche Eigenschaften soll unsere Innovation haben? Welche Stärken und Schwächen sehen die Anwendenden unserer Innovation? Und welche Rolle spielen Emotionen?

Unsere individuelle Nutzerreise hat uns dabei geholfen, herauszufinden, wo im aktuellen Arbeitsablauf eigentlich Frustration
bei bestimmten Mitarbeitenden entsteht. Wir waren erstaunt, dass bei näherem Betrachten das Problem im aktuellen Arbeitsprozess
durch einen einzigen Schritt ausgelöst wird! Wenn wir an diesem einen Schritt etwas ändern, hat das eine positive Auswirkung
auf den gesamten Arbeitsprozess.

Mithilfe von Prototypen setzten die Teilnehmenden einzelne Aspekte ihrer VeränderungsProjekte um und identifizierten dabei weiteren Veränderungsbedarf. Ein Ansatz, mit dem Ressourcen gespart werden und eine erfolgreiche Realisierung ermöglicht wird.

Für die Teilnehmenden ist klar: Auch kleine Änderungen können am Ende viel bewirken! Manchmal muss man nur ein wenig um die Ecke denken und alternative Methoden zulassen…

Über das digitale Whiteboard haben wir unser Projekt aufgezeichnet und gecheckt,
wo Probleme existieren, die man vorher übersehen hat und auch wollte. Wir haben da echt
Probleme neu erkannt, die wir sonst übersprungen hätten. Das Tool nutzen wir jetzt auch im Unternehmen.
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image.png
 

Modul 4: Agiles Lernen

 

Im Februar 2021 ging es für die VeränderungsMacher*innen im vierten Modul mit dem Thema Weiterbildung gestalten, Kompetenzen entwickeln weiter. Unter Anleitung der Trainerinnen der Demografieagentur setzen sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie sie ihre Kolleg*innen möglichst effektiv beim Erlernen neuer Aufgaben begleiten können.

Betriebliche Veränderungsprozesse bringen oft neue Aufgaben für Beschäftigte mit sich. Für diese neuen Anforderungen müssen entsprechende Lernprozesse gestaltet und Beschäftigte geschult werden. Im Vordergrund des vierten Moduls stand das selbstgesteuerte Lernen in der Arbeit, eine in der agilen Arbeitswelt besonders wirksame Lernform. Zentral ist bei diesem agilen Lernen, dass die Lernenden selbstbestimmt entscheiden, was, wie und wann sie lernen.  Eine wichtige Rolle nehmen dabei die VeränderungsMacher*innen ein, indem sie die Kolleg*innen unterstützen, Klarheit zu den eigenen Lernzielen zu bekommen und aus den vielfältigen Lernmethoden im Unternehmen die passenden auszuwählen. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit Schwierigkeiten, die beim Lernen während der Arbeit auftreten könnten und diskutierten gemeinsam, wie sie ihre Kolleg*innen zum Lernen motivieren.

Anhand des echten Fallbeispiels aus der Automobilbranche haben wir die einzelnen Schritte bei der konkreten Planung
von Lernprozessen kennengelernt. Das war sehr hilfreich, um die Schulungen für unser eigenes Veränderungsprojekt zu planen.

Die VeränderungsMacher*innen setzten sich damit auseinander, wie selbstgesteuertes Lernen besonders erfolgreich ist, wie beispielsweise Lernziele erkannt werden können und wie man geeignete Lernmöglichkeiten für unterschiedliche Lerntypen ausgewählt. So lernten die Teilnehmenden beispielsweise den kommunikativen Lerntyp kennen, der besonders gut durch Austausch mit Kolleg*innen lernt und bei einer reinen Präsentation der Lerninhalte eher abschaltet. Oder den haptisch-motorischen Lerntypen, der besonders gut durch Ausprobieren lernt und beim Lernen gerne in Bewegung ist.

Eine wichtige Erkenntnis war, dass man die Lust am Lernen und den Lernerfolg erhöhen kann, wenn man im Unternehmen
die unterschiedlichen Lerntypen berücksichtigt und passende Lernformen bereitstellt. Der Selbsttest anhand der eigenen Lernvorlieben
und die Checklisten waren dabei sehr hilfreich.
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-2.png

Die Inhalte des Moduls wurden anhand der betrieblichen VeränderungsProjekte konkretisiert. Eine Methode des selbstgesteuerten Lernens in der Arbeit, nämlich das Lernen anhand von Lernprojekten, gestalteten die Teilnehmenden für ihr VeränderungsProjekt direkt im Modul.

Die Teilnehmenden sind sich einig: Heutzutage leben wir in einer dynamischen Arbeitswelt, in der sich Arbeitsaufgaben schnell verändern und Kompetenzen angepasst werden müssen. Dabei ist es wichtig, die Kolleg*innen bei den notwendigen Lernprozessen individuell zu begleiten.